Mülldeponie & Recyclinghof

Klassische Kippen gibt es in Berlin nicht mehr: Unbehandelter Restmüll darf nicht deponiert werden. Was bleibt, sind Recyclinghöfe, Behandlungsanlagen und Deponien nach Klassen – oder die Abholung bei Ihnen.

Mülldeponie in Berlin – was es heute wirklich gibt

Mülldeponie in Berlin – was es heute wirklich gibt

Eine Mülldeponie ist eine Anlage, auf der Abfall kontrolliert abgelagert oder zwischengelagert wird. Der Sinn liegt im Wort kontrolliert: Es entsteht dadurch nicht weniger Müll, aber er liegt an einer dafür gebauten Stelle statt in der Landschaft.

Wer „Mülldeponie Berlin" sucht, stellt sich allerdings meist eine Kippe vor, auf der man alles abladen kann. So funktioniert das seit Jahren nicht mehr: Unbehandelter Restmüll darf in Deutschland nicht mehr deponiert werden. Was es stattdessen gibt, sind Recyclinghöfe, Schadstoff-Annahmestellen, Behandlungs- und Verbrennungsanlagen – und Deponien für genau definierte Abfallarten.

Die Deponieklassen

Deponien werden nach dem Schadstoffgehalt der Abfälle in Klassen unterteilt. Vereinfacht:

  • DK 0 – nahezu unbelastetes Material, etwa sauberer Bodenaushub
  • DK I – gering belasteter Abfall wie unbelasteter Bauschutt
  • DK II – Siedlungsabfälle mit höheren Anforderungen an die Abdichtung, also vorbehandelter Haus- und Gewerbemüll
  • DK III – deutlich belastete Abfälle, Sonderabfälle
  • DK IV – gefährlicher Sondermüll, untertägig eingelagert

Für Sie ist vor allem eines wichtig: Welche Klasse zuständig ist, entscheidet die Einstufung des Materials – nicht der Wunsch, es günstig loszuwerden. Genau diese Einstufung übernehmen wir.

Wie eine Deponie gesichert ist

Eine zugelassene Deponie ist kein Feld mit Zaun. Der Untergrund ist mehrschichtig abgedichtet, damit nichts ins Erdreich und ins Grundwasser gelangt; Sickerwasser wird gefasst und behandelt. Das Gelände ist gegen unbefugten Zugang gesichert, und der Betrieb wird behördlich überwacht und regelmäßig kontrolliert.

Jede Anlieferung wird dokumentiert – auch unsere. Das ist der Grund, warum Sie von uns auf Wunsch Wiegescheine und bei nachweispflichtigen Abfällen die Entsorgungsnachweise bekommen.

Recyclinghöfe – für Haushaltsmengen

Die BSR betreibt in Berlin mehrere Recyclinghöfe. Privathaushalte können dort viele Fraktionen abgeben: Sperrmüll, Altholz, Metall, Elektroaltgeräte, Grünschnitt und Bauschutt in kleinen Mengen.

Wichtig: Es gilt „haushaltsüblich". Wer mit einem Anhänger Bauschutt aus einer Entkernung vorfährt, wird abgewiesen oder zahlt gewerbliche Preise.

Was dort nicht funktioniert

  • Gewerbliche Mengen aus Baustellen oder Betrieben
  • Komplette Wohnungsauflösungen
  • Gemischte Ladungen ohne Vorsortierung
  • Nachweispflichtige Abfälle ohne Papiere

Für diese Fälle braucht es einen Entsorger mit Transportgenehmigung und Zugang zu den passenden Anlagen.

Nicht alles wird deponiert

Ein großer Teil des Abfalls geht überhaupt nicht auf eine Deponie. Verwertbares – Metall, Holz, Papier, Kunststoff, mineralischer Bauschutt – wird stofflich verwertet. Brennbares geht in die energetische Verwertung. Deponiert wird nur, was weder verwertet noch verbrannt werden kann.

Unsere Mitarbeiter trennen deshalb schon bei der Abholung. Das ist keine Formsache: Sortenreines Material ist deutlich günstiger zu entsorgen als Mischabfall, und dieser Unterschied landet in Ihrem Preis.

Wilde Ablagerung ist keine Option

Müll irgendwo abzustellen – im Wald, an einem Feldweg, neben einem Container – ist verboten und wird als Ordnungswidrigkeit verfolgt, bei größeren Mengen auch strafrechtlich. Dazu kommt: Wer den Abfall erzeugt hat, bleibt verantwortlich, auch wenn ihn jemand anderes „günstig entsorgt" hat.

Deshalb lohnt es sich, auf Nachweise zu achten. Ein seriöser Entsorger kann Ihnen sagen, wohin Ihr Material gegangen ist.

Wann sich die eigene Fahrt nicht lohnt

Rechnen Sie ehrlich: Fahrzeugmiete oder Anhänger, Sprit, zwei bis drei Fahrten, eine helfende Person, ein halber Tag Zeit – und am Ende ein Auto, in dem es nach Restmüll riecht.

Ab etwa einem Anhänger Volumen ist die Abholung meist die günstigere Rechnung, spätestens wenn Sie Ihre eigene Zeit mitrechnen.

Was wir übernehmen

Wir holen ab, sortieren, transportieren und übergeben an zugelassene Anlagen – vom einzelnen Sperrmüllstück bis zur Betriebsauflösung. Die Formalitäten laufen über uns; erfahrene Mitarbeiter entscheiden, was verwertet werden kann und was tatsächlich zur Deponie muss.

Neben der reinen Müllentsorgung übernehmen wir Containerdienste, Wohnungsauflösungen, Sperrmüll, Abrissarbeiten und Malerarbeiten – in allen Berliner Bezirken und in Brandenburg.

Soll das weg? Wir holen es ab.

Sagen Sie uns kurz, worum es geht – Sie erhalten einen Festpreis. Anfahrt in Berlin, Verladen und Entsorgungsnachweis sind enthalten.

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Häufige Fragen

Nicht in dem Sinne, wie viele es sich vorstellen. Unbehandelter Restmüll darf nicht mehr deponiert werden. Es gibt Recyclinghöfe, Behandlungs- und Verbrennungsanlagen sowie Deponien für genau definierte Abfallarten nach Deponieklassen.
DK 0 für nahezu unbelastetes Material, DK I für gering belasteten Abfall wie unbelasteten Bauschutt, DK II für vorbehandelte Siedlungsabfälle, DK III für Sonderabfälle und DK IV für gefährlichen Sondermüll unter Tage. Welche zuständig ist, entscheidet die Einstufung des Materials.
Das hängt von Menge, Materialart und Arbeitsaufwand ab. Sortenreines Material ist deutlich günstiger als Mischabfall. Ein konkretes Angebot machen wir nach einer kostenlosen Besichtigung vor Ort.
Ja. Auf Wunsch erhalten Sie Wiegescheine und bei nachweispflichtigen Abfällen die vollständigen Entsorgungsnachweise – jede Anlieferung an einer zugelassenen Anlage wird dokumentiert.
Sperrmüll, Sondermüll, Bauschutt, Gartenabfälle, Hausmüll und jede weitere Fraktion – in allen Berliner Bezirken und in Brandenburg.
Nein, das ist verboten und wird als Ordnungswidrigkeit, bei größeren Mengen auch strafrechtlich verfolgt. Als Abfallerzeuger bleiben Sie verantwortlich – auch dann, wenn jemand anderes ihn "günstig entsorgt" hat.

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