Eine Messie-Wohnung ist keine normale Entrümpelung
Wenn eine Wohnung über Jahre zugestellt wurde, ist der Boden oft gar nicht mehr sichtbar. Schichten aus Verpackungen, Textilien, Papier und Hausrat liegen übereinander; darunter stehen manchmal Möbel, die niemand mehr erwartet hat. Man kann so eine Wohnung nicht von vorn nach hinten räumen, sondern nur Schicht für Schicht.
Dazu kommen Gerüche, Feuchtigkeit und gelegentlich Schädlinge. Wir arbeiten mit Schutzausrüstung und trennen vor Ort, was getrennt gehört – Farben, Lacke und Chemikalien gehen als Sonderabfall weg, nicht in den Mischcontainer.
Diskretion ist Teil der Arbeit
In einem Kiez wie dem Reuterkiez bekommen Nachbarn mit, was im Hof passiert. Wir verzichten deshalb auf alles, was unnötig Aufmerksamkeit erzeugt, und stimmen Zeiten so ab, dass der Betrieb im Haus möglichst wenig gestört wird.
Niemand aus unserem Team kommentiert den Zustand einer Wohnung. Das ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern Voraussetzung dafür, dass Betroffene und Angehörige überhaupt anrufen.
Wertsachen und Dokumente
In zugestellten Wohnungen tauchen regelmäßig Ausweise, Verträge, Sparbücher und Bargeld auf. Wir legen so etwas beiseite und übergeben es – an Sie, an die Angehörigen oder an die gesetzliche Betreuung, je nachdem, wer den Auftrag erteilt hat.
Danach: Grundreinigung
Nach der Räumung ist die Wohnung leer, aber selten übergabefähig. Böden, Sanitär und Küche brauchen dann eine Grundreinigung; in manchen Fällen muss auch Bodenbelag heraus. Beides können wir im selben Durchgang mitmachen, sodass nur ein Team ins Haus kommt.