Was als Bauschutt gilt – und was die Ladung teuer macht

Bauschutt ist mineralischer Abfall aus Bau, Umbau und Abriss. Entscheidend ist nicht, dass er von der Baustelle kommt, sondern dass er sortenrein mineralisch ist. Genau an diesem Punkt entscheidet sich der Preis – oft um mehrere hundert Euro.
Als sortenreiner Bauschutt gelten:
- Beton ohne Armierung, Ziegel und Mauerwerk
- Mörtel, Putz und Estrich
- Fliesen, Keramik und Sanitärkeramik
- Natursteine, Kies und Schotter
Nicht hinein gehören – und genau das passiert am häufigsten:
- Holz, Tapeten, Folien und Verpackungen
- Dämmwolle und Dachpappe
- Gipskarton und Rigips – Gips ist Sulfat und muss getrennt werden
- Metall, Kabel, Rohre
- Farben, Lacke und andere gefährliche Abfälle
Landet davon etwas in der Ladung, ist es kein Bauschutt mehr, sondern Baumischabfall – und die Anlage stuft die gesamte Fuhre neu ein.
Was Bauschutt in Berlin kostet
Der Preis hängt fast vollständig an der Sortenreinheit:
- Sortenreiner Bauschutt: marktüblich etwa 20 – 40 € pro Tonne; Deponiegebühren liegen je nach Anlage bei 30 – 60 €/t.
- Baumischabfall: etwa 80 – 150 € pro Tonne – also das Drei- bis Vierfache.
- Nach Volumen gerechnet: reiner Bauschutt rund 30 – 50 €/m³, Baumischabfall 60 – 120 €/m³.
Im Container inklusive Entsorgung bedeutet das: ein 3-m³-Container für reinen Bauschutt liegt bei etwa 150 – 250 €, derselbe Container für Baumischabfall bei 250 – 400 €. Bei 10 m³ stehen 350 – 550 € gegen 600 – 1.000 €.
Hinweis zu den Preisangaben
Alle genannten Zahlen sind Orientierungswerte und Durchschnittswerte aus dem Markt – sie stellen kein Angebot dar und sind für uns nicht bindend. Stand: Oktober 2026.
Was Ihr Auftrag tatsächlich kostet, hängt von Menge, Fraktion, Etage und Tragweg ab. Den genauen Preis nennen wir Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung als verbindlichen Festpreis – 030 544 654 77, WhatsApp oder E-Mail.
Warum Bauschutt so schwer ist
Bei Bauschutt ist nicht das Volumen das Problem, sondern das Gewicht. Ein Kubikmeter Bauschutt wiegt je nach Material rund 1,5 bis 1,8 Tonnen – ein 10-m³-Container wäre randvoll deutlich über der zulässigen Achslast.
Deshalb gilt in der Praxis: Für Bauschutt nimmt man kleine Container. Ein 3- bis 5-m³-Behälter ist bei Beton und Ziegel meist das Maximum, während für leichten Baumischabfall 7 oder 10 m³ sinnvoll sind. Wer das vertauscht, zahlt entweder Übergewicht oder fährt einen halbleeren Container spazieren.
Drei Spartipps, die wirklich etwas bringen
- Vor dem Abriss trennen, nicht danach. Sortieren im Container ist Handarbeit und wird separat berechnet. Zwei Behälter nebeneinander sind fast immer günstiger als einer gemischt. Wie das praktisch geht, steht in Bauschutt richtig trennen.
- Gips früh aussortieren. Rigips ist der häufigste Grund, warum eine saubere Bauschuttfuhre zu Mischabfall wird. Er fällt beim Rückbau oft als Erstes an – also auch zuerst herausnehmen.
- Sauberen Beton separat halten. Unbelasteter Beton und Ziegel lassen sich zu Recyclingschotter aufbereiten; mehr dazu unter Bauschuttrecycling. Gemischter Abfall landet dagegen meist auf der Deponie.
Aus der Praxis: Zwischendecke zurückgebaut
Ein Beispiel, das zeigt, warum Trennung keine Theorie ist: Beim Rückbau einer Zwischendecke in einer Berliner Wohnung fielen zwei Fraktionen gleichzeitig an – Altholz aus der Konstruktion und mineralischer Bauschutt aus Putz und Beplankung.
Beides zusammen im selben Behälter wäre Baumischabfall gewesen. Getrennt erfasst blieb der mineralische Teil sortenrein und das Altholz konnte in die Verwertung. Der Kostenvoranschlag wurde eingehalten – den kompletten Auftrag finden Sie unter Abriss einer Zwischendecke.
Abholung oder Container?
Bei kleinen Mengen – eine Badsanierung, ein paar Säcke Fliesen – lohnt kein Container. Dann holen wir den Bauschutt mit dem Fahrzeug ab, auch aus Keller oder Hinterhof. Ab etwa 3 m³ oder wenn über mehrere Tage Material anfällt, ist ein Bauschuttcontainer die günstigere Lösung.
Wir fahren alle Berliner Bezirke an sowie das Brandenburger Umland – unter anderem Mitte, Neukölln, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau. Die Übersicht finden Sie unter Einsatzgebiete.
Worauf wir achten
Gewicht im Blick
Containergröße passend zum Material – kein Übergewicht, keine Leerfahrt.
Fraktion vorab geklärt
Wir fragen vorher, was anfällt. Das entscheidet über den Preis.
Auch kleine Mengen
Unter 3 m³ holen wir ab, ohne dass ein Container stehen muss.
Nachweis auf Wunsch
Entsorgung über zugelassene Anlagen, dokumentiert.
Häufige Fehler beim Bauschutt
- Rigips mit hineinwerfen. Der Klassiker. Gips macht aus Bauschutt Mischabfall – aus 200 € werden 400 €.
- Container zu groß wählen. Bei Bauschutt zählt Gewicht, nicht Volumen. 10 m³ Beton kann niemand abtransportieren.
- Bis zum Rand füllen. Container dürfen nur bis etwa 10 cm unter die Oberkante befüllt werden – sonst ist die Ladung nicht zu sichern und wird nicht mitgenommen.
- Dämmwolle untermischen. Künstliche Mineralfasern sind je nach Alter gesondert zu behandeln und gehören nie in den Bauschutt.
- Erdaushub dazugeben. Boden ist eine eigene Fraktion mit eigenen Nachweisen – getrennt halten lohnt sich.
Häufige Fragen zur Bauschuttentsorgung in Berlin
Bauschutt loswerden – zum Festpreis
Sagen Sie uns, was anfällt. Wir sagen Ihnen, was es kostet.
Ein Foto per WhatsApp reicht meist. Wir klären vorab die Fraktion – das entscheidet über den Preis – und nennen Ihnen einen Festpreis. Kostenlos und unverbindlich.
030 544 654 77 anrufenPer WhatsApp schreibenE-Mail senden




