Drei Wege, Sperrmüll in Berlin loszuwerden

Anders als in vielen deutschen Städten gibt es in Berlin keine kostenlose Sperrmüllabholung – auch nicht einmal im Jahr. Wer den alten Schrank loswerden will, hat drei Möglichkeiten, und sie unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten: was es kostet und wie lange es dauert.
Weg 1: Selbstanlieferung am BSR-Recyclinghof
Auf den Recyclinghöfen der Berliner Stadtreinigung können Privathaushalte Sperrmüll in haushaltsüblichen Mengen kostenlos abgeben. Das ist die günstigste Variante – vorausgesetzt, Sie haben ein passendes Fahrzeug, jemanden zum Tragen und einen freien Vormittag.
Für eine Matratze reicht oft ein Kombi. Für eine Schrankwand nicht.
Weg 2: Kostenpflichtige BSR-Abholung
Die BSR holt Sperrmüll auch ab, allerdings gegen Gebühr. Im Standardtarif ist eine Wartezeit von bis zu drei Wochen einkalkuliert.
Wenn Sie eine Wohnungsübergabe am Monatsende haben, ist das der entscheidende Punkt: Der Termin richtet sich nach der Tour, nicht nach Ihrem Kalender.
Weg 3: Privater Entsorger
Ein privater Anbieter kostet mehr als die Selbstanlieferung, dafür bekommen Sie Termin, Tragen und Demontage in einem. Üblich sind ein bis zwei Werktage Vorlauf, bei Bedarf auch schneller.
Achten Sie beim Vergleich auf zwei Dinge: ob der Etagenaufwand enthalten ist und ob der Preis nach Besichtigung fest steht.
Was überhaupt zum Sperrmüll gehört
- Möbel aller Art, auch zerlegt
- Matratzen, Lattenroste, Polstermöbel
- Teppiche und Bodenbeläge
- Gartenmöbel, Leitern, Öfen
- Fahrräder ohne Elektroantrieb
Nicht dazu gehören Elektrogeräte, Bauschutt, Farben und Altreifen – die werden getrennt erfasst.