So läuft eine Wohnungsauflösung ab

Eine Wohnungsauflösung steht selten unter angenehmen Umständen an – nach einem Todesfall, bei einem Umzug ins Heim oder wenn ein Mietverhältnis endet. Umso hilfreicher ist es, den Ablauf zu kennen: Er ist immer derselbe, und die meisten Überraschungen lassen sich vorher ausräumen.
Schritt 1: Besichtigung und Festpreis
Zuerst wird geschaut, was tatsächlich da ist – einschließlich Keller, Dachboden und Garage. Erst danach lässt sich der Umfang seriös einschätzen.
Ergebnis ist ein schriftliches Angebot mit Festpreis. Achten Sie darauf, dass Anfahrt, Verladung, Transport und Entsorgungsgebühr getrennt ausgewiesen sind.
Schritt 2: Vorher aussortieren
Bevor geräumt wird, sollten Sie diese Dinge sichern:
- Persönliche Unterlagen, Verträge, Versicherungspolicen
- Schmuck, Bargeld, Sparbücher – auch in Schubladen und Kleidung
- Fotoalben und Erinnerungsstücke
- Schlüssel, Ausweise, Vollmachten
Erfahrungsgemäß tauchen Wertsachen an den unwahrscheinlichsten Stellen auf. Nehmen Sie sich dafür lieber einen Tag mehr.
Schritt 3: Räumung
Am Termin wird ausgeräumt, demontiert und verladen. Große Möbel und Einbauküchen werden in der Wohnung zerlegt – das schont Türzargen und Treppenhaus und geht schneller.
Bei Bedarf wird vorher eine Halteverbotszone eingerichtet, in engen Berliner Straßen fast immer.
Schritt 4: Übergabe
Die Wohnung wird besenrein übergeben. Auf Wunsch gibt es Wiegescheine und – bei nachweispflichtigen Abfällen – die Entsorgungsnachweise.
Wenn der Vermieter mehr verlangt als besenrein, klären Sie das vorher: Malerarbeiten oder Bodenentfernung sind eigene Leistungen und gehören ins Angebot.
Was den Preis beeinflusst
- Volumen in Kubikmetern, nicht Wohnfläche
- Etage und Zugang
- Anteil verwertbarer Materialien
- Gefährliche Abfälle wie Farben, Öle, Batterien
- Termindruck