Was zählt in Berlin als Sperrmüll?

Sperrmüll ist alles, was wegen seiner Größe nicht in die normale Restmülltonne passt und zugleich aus einem Haushalt stammt. Der Begriff klingt eindeutig, in der Praxis ist er es nicht – und genau daran scheitern die meisten Abholungen beim ersten Versuch.
Als Sperrmüll gelten unter anderem:
- Schränke, Betten, Regale, Tische und Stühle
- Sofas, Sessel und Matratzen
- Teppiche und Teppichböden
- Lattenroste, Kinderwagen, Koffer
- größere Kunststoffteile aus dem Haushalt
Nicht dazu gehören dagegen Dinge, die getrennt erfasst werden müssen – und die eine Ladung im Zweifel teurer machen:
- Elektrogeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher und Elektronikschrott
- Bauschutt, Fliesen, Sanitärkeramik und Fenster aus einer Renovierung
- Farben, Lacke, Öle und andere Schadstoffe
- Autoreifen und Autoteile
Wandert davon etwas unbemerkt mit in die Ladung, stuft die Entsorgungsanlage im Zweifel die gesamte Fuhre höher ein. Aus einer günstigen Sperrmüllfuhre wird dann eine teure Mischladung. Deshalb klären wir vorher am Telefon oder anhand eines Fotos, was genau anfällt – das dauert zwei Minuten und entscheidet oft über mehrere hundert Euro.
Drei Wege, Sperrmüll loszuwerden
In Berlin haben Sie grundsätzlich drei Möglichkeiten. Die BSR holt Sperrmüll gegen Gebühr ab; je nach Auslastung bekommen Sie den Termin aber erst mit einigem Vorlauf. Auf den Recyclinghöfen können Berliner Haushalte haushaltsübliche Mengen selbst abgeben – dafür brauchen Sie ein passendes Fahrzeug, Zeit und jemanden zum Tragen. Ein privater Entsorger wie wir kommt kurzfristig, trägt aus der Wohnung heraus und rechnet zum Festpreis ab.
Welcher Weg sich für Sie rechnet, hängt vor allem an Menge, Etage und Termindruck. Den ausführlichen Vergleich der drei Wege finden Sie hier: BSR, Recyclinghof oder privater Entsorger?
Was die Abholung kostet
Einen seriösen Pauschalpreis kann Ihnen niemand nennen, ohne zu wissen, was anfällt. Diese fünf Punkte bestimmen den Preis:
- Menge. Gerechnet wird in Kubikmetern, nicht in Einzelstücken. Ein voller Kleiderschrank ist mehr Volumen als zehn Stühle.
- Etage und Tragweg. Vierter Stock ohne Aufzug kostet mehr Zeit als Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tür.
- Demontage. Muss der Schrank erst zerlegt werden, gehört das zur Arbeitszeit.
- Halteverbot. In engen Innenstadtlagen ist eine Haltverbotszone oft die günstigere Lösung, weil sie Tragewege spart.
- Fraktionen. Sauber getrennter Sperrmüll ist günstiger als eine gemischte Ladung mit Bauschutt oder Elektrogeräten.
Was die BSR kostet
Die BSR arbeitet mit festen Gebühren, gestaffelt nach Wartezeit:
- Spargebühr – 50 € pauschal bis 5 m³, Abholung ab dem 16. Werktag; jeder weitere angefangene Kubikmeter 10 €.
- Standardgebühr – 100 € pauschal bis 5 m³, Abholung innerhalb von 6 bis 15 Werktagen; jeder weitere Kubikmeter 20 €.
- Expressgebühr – 96 € pauschal, aber nur bis 2 m³, Abholung innerhalb von 5 Werktagen; jeder weitere Kubikmeter 48 €.
Dazu kommt der kostenlose Weg: Auf den Berliner Recyclinghöfen können Privathaushalte bis zu 3 m³ Sperrmüll und Elektrogeräte gebührenfrei abgeben – vorausgesetzt, Sie haben Fahrzeug, Zeit und jemanden zum Tragen.
Stand der BSR-Gebühren: Oktober 2026. Maßgeblich ist immer die aktuelle Gebührensatzung der BSR.
Was private Anbieter marktüblich nehmen
Bei privaten Entsorgern in Berlin bewegen sich die Preise erfahrungsgemäß in diesen Spannen:
- bis 1 m³ (einzelne Möbelstücke): etwa 100 – 300 €
- 1 – 3 m³ (Kellerabteil, kleine Wohnungsauflösung): etwa 200 – 600 €
- ab 3 m³ (komplette Räume oder Wohnungen): ab etwa 500 €
- Entrümpelung nach Fläche: etwa 8 – 15 € pro m²
Die Spannen sind deshalb so breit, weil Etage, Tragweg und Demontage den Aufwand stärker beeinflussen als die reine Menge.
Wo der Unterschied liegt
Der Preisvergleich allein führt in die Irre, weil die Leistungen nicht dieselben sind. Bei der günstigen Spargebühr warten Sie mindestens 16 Werktage und stellen den Sperrmüll selbst bereit. Beim Express zahlen Sie 96 € für gerade einmal 2 m³ – das ist etwa ein Doppelbett.
Bei uns sind Tragen aus jeder Etage und Demontage eingeschlossen, und der Termin ist meist kurzfristig zu haben. Was das in Ihrem Fall kostet, sagen wir Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung als Festpreis – der dann auch hält.
Hinweis zu den Preisangaben
Alle genannten Zahlen sind Orientierungswerte und Durchschnittswerte aus dem Markt – sie stellen kein Angebot dar und sind für uns nicht bindend. Die BSR-Gebühren geben den Stand von Oktober 2026 wieder; verbindlich ist allein die jeweils gültige Gebührensatzung der BSR.
Was Ihre Abholung tatsächlich kostet, hängt von Menge, Etage, Tragweg und Demontage ab. Den genauen Preis nennen wir Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung als verbindlichen Festpreis – rufen Sie uns an unter 030 544 654 77, schreiben Sie uns per WhatsApp oder per E-Mail.
Wie viel Volumen kommt zusammen?
Abgerechnet wird nach Kubikmetern – und die meisten Menschen schätzen ihr eigenes Volumen deutlich zu niedrig. Diese groben Richtwerte helfen beim Einordnen:
- Kleiderschrank, dreitürig: etwa 2 m³
- Sofa, drei Sitze: etwa 1,5 m³
- Doppelbett mit Lattenrost und Matratze: etwa 2 m³
- Esstisch mit vier Stühlen: etwa 1 m³
- aufgerollter Teppich, Zimmergröße: etwa 0,5 m³
Ein durchschnittlich eingerichtetes Kellerabteil liegt damit schnell bei 4 bis 6 m³, eine komplette Zwei-Zimmer-Wohnung je nach Möblierung bei 15 bis 25 m³. Wer unsicher ist, schickt uns einfach ein Foto – daraus lesen wir das Volumen zuverlässiger ab als aus jeder Liste.
So läuft eine Abholung bei uns ab
- Anfrage. Sie rufen an oder schicken ein Foto per WhatsApp. Ein Bild sagt mehr als jede Liste.
- Festpreis. Sie bekommen ein kostenloses, unverbindliches Angebot – meist noch am selben Werktag.
- Termin. Wir stimmen einen Zeitpunkt ab, bei Bedarf auch kurzfristig.
- Abholung. Wir kommen mit Fahrzeug und Personal, tragen aus der Wohnung heraus und demontieren, was zerlegt werden muss.
- Besenrein. Die Fläche bleibt geräumt und gefegt zurück. Auf Wunsch bekommen Sie einen Entsorgungsnachweis.
Wir arbeiten in allen Berliner Bezirken und im Brandenburger Umland – für Privathaushalte ebenso wie für Hausverwaltungen und Gewerbe. Bei Mieterwechsel, Nachlass oder Umzug übernehmen wir auf Wunsch auch die komplette Räumung statt nur einzelner Stücke; die Abstimmung läuft dann direkt mit der Hausverwaltung.
Darauf können Sie sich verlassen
Kurzfristige Termine
Oft schon am selben oder am nächsten Werktag – auch samstags.
Wir tragen heraus
Aus jeder Etage, unabhängig vom Aufzug. Demontage inklusive.
Fester Preis
Vorher vereinbart, hinterher keine Überraschungen.
Nachweis auf Wunsch
Entsorgung über zugelassene Anlagen, dokumentiert.
Aus der Praxis: Polsterbett aus der Wohnung

Ein Beispiel, das wir oft genau so erleben: Ein großes Polsterbett sollte raus – und passte weder durch die Wohnungstür noch durchs Treppenhaus. Statt es durchs Haus zu manövrieren, haben wir es direkt im Raum zerlegt: Rahmen, Lattenrost und Matratze getrennt, herausgetragen und abtransportiert. Der Termin stand wie vereinbart.
Genau das meinen wir mit „wir tragen heraus“: Demontage gehört dazu, und sie passiert dort, wo das Möbelstück steht. Den ganzen Auftrag finden Sie unter Polsterbett demontiert und abgeholt.
Und ein Gegenbeispiel: Vier Altreifen, die ein Kunde zusammen mit dem Sperrmüll abgeben wollte. Reifen gehören weder in den Restmüll noch in den Sperrmüll – sie werden getrennt erfasst. Wir haben sie mitgenommen, aber als eigene Fraktion (zum Auftrag).
Wo wir Sperrmüll abholen
Wir fahren alle Berliner Bezirke an sowie das Brandenburger Umland. Besonders häufig sind wir unterwegs in Mitte, Neukölln, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau.
Für die Innenstadtbezirke gilt: Je enger die Straße, desto eher lohnt sich eine Haltverbotszone. In den Außenbezirken ist das selten nötig, weil meist direkt vor dem Haus gehalten werden kann. Eine Übersicht aller Gebiete finden Sie unter Einsatzgebiete.
Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Elektrogeräte dazwischenlegen. Kühlschrank, Waschmaschine und Fernseher müssen getrennt erfasst werden. Zusammen mit dem Sperrmüll verteuern sie die ganze Ladung.
- Renovierungsabfall untermischen. Fliesen, Sanitärkeramik und alte Fenster sind kein Sperrmüll, sondern Bauschutt.
- Zu früh auf die Straße stellen. Ohne vereinbarte Abholung ist das eine Ordnungswidrigkeit – und kann teuer werden.
- Menge unterschätzen. Ein scheinbar kleiner Keller ergibt schnell mehrere Kubikmeter. Ein Foto vorab erspart böse Überraschungen.
- Schadstoffe übersehen. Farben, Lacke und Öl gehören zu den gefährlichen Abfällen und müssen gesondert abgegeben werden.
Häufige Fragen zur Sperrmüllentsorgung in Berlin
Sperrmüll loswerden – ohne Wartezeit
Sagen Sie uns kurz, was wegsoll. Sie bekommen einen Festpreis.
Ein Anruf oder ein Foto per WhatsApp reicht meist schon. Das Angebot ist kostenlos und unverbindlich – auch dann, wenn daraus kein Auftrag wird.
030 544 654 77 anrufenPer WhatsApp schreibenE-Mail senden






