Elektroschrott & Schadstoffe

Elektroschrott entsorgen in Berlin: Wo, wie und was es kostet

10.10.2026 6 Min. Lesezeit

Was als Elektroschrott gilt

Was als Elektroschrott gilt

Elektroaltgeräte sind alles, was mit Strom oder Batterie betrieben wird – vom Föhn bis zum Kühlschrank. Sie werden getrennt erfasst und dürfen weder in den Restmüll noch in den Sperrmüll. Der Grund ist nicht Bürokratie: In den Geräten stecken Schadstoffe und zugleich Rohstoffe, die sich zurückgewinnen lassen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Haushaltsgroßgeräte: Kühlschrank, Waschmaschine, Herd, Geschirrspüler
  • Unterhaltungselektronik: Fernseher, Monitore, Receiver, Lautsprecher
  • IT: Rechner, Laptops, Drucker, Router
  • Kleingeräte: Toaster, Wasserkocher, Rasierer, Werkzeug mit Akku
  • Leuchtmittel: LED- und Energiesparlampen (Glühbirnen dagegen nicht)
  • Batterien und Akkus – diese immer separat, nie im Gerät belassen, wenn sie entnehmbar sind

Nicht dazu gehören Geräte ohne Elektronik und reine Metallteile; die laufen als Schrott und Altmetall.

Die drei Wege in Berlin

1. Recyclinghof. Berliner Privathaushalte können auf den Recyclinghöfen bis zu 3 m³ Sperrmüll und Elektrogeräte gebührenfrei abgeben. Das ist der günstigste Weg – vorausgesetzt, Sie haben Fahrzeug, Zeit und jemanden zum Tragen. Eine Übersicht finden Sie unter Mülldeponie und Recyclinghof.

2. Rücknahme im Handel. Größere Elektrohändler und inzwischen auch große Supermärkte müssen Altgeräte zurücknehmen – kleine Geräte sogar ohne Neukauf. Welche Regeln genau gelten, steht ausführlich in Elektrogeräte entsorgen: Rücknahme im Handel und Recyclinghof.

3. Abholung. Sinnvoll, wenn das Gerät schwer ist, im vierten Stock steht, mehrere Geräte zusammenkommen oder es gewerblich anfällt. Wir holen aus der Wohnung heraus und nehmen die Geräte als eigene Fraktion mit.

Was es kostet

Für Privathaushalte ist Elektroschrott in Berlin über Recyclinghof und Handel kostenlos. Bezahlt wird nicht die Entsorgung, sondern der Transport und die Arbeit:

  • Selbst hinbringen: keine Gebühr, dafür Fahrzeug, Zeit und Tragen.
  • Abholung einzelner Großgeräte: wird nach Aufwand berechnet – Etage, Aufzug und Tragweg bestimmen den Preis stärker als das Gerät selbst.
  • Gewerbliche Mengen: eigener Weg mit Nachweis; hier gelten andere Regeln als für Privathaushalte.

Wenn ohnehin eine Entrümpelung ansteht, gehen die Geräte meist im Gesamtpreis mit auf – getrennt erfasst, aber ohne zusätzlichen Weg für Sie.

Hinweis zu den Preisangaben

Alle genannten Zahlen sind Orientierungswerte und Durchschnittswerte aus dem Markt – sie stellen kein Angebot dar und sind für uns nicht bindend. Stand: Oktober 2026.

Was Ihr Auftrag tatsächlich kostet, hängt von Menge, Fraktion, Etage und Tragweg ab. Den genauen Preis nennen wir Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung als verbindlichen Festpreis – 030 544 654 77, WhatsApp oder E-Mail.

Daten löschen – vorher, nicht hinterher

Der Punkt, der am häufigsten vergessen wird: Auf Festplatten, Handys, Routern und sogar auf modernen Fernsehern liegen persönliche Daten. Sobald das Gerät abgegeben ist, haben Sie keinen Zugriff mehr darauf.

  • Rechner und Laptops: Festplatte löschen oder ausbauen.
  • Smartphones und Tablets: auf Werkseinstellungen zurücksetzen, SIM- und Speicherkarte entnehmen.
  • Router: zurücksetzen – sonst stehen WLAN-Zugangsdaten darauf.
  • Smart-TV: Konten abmelden und zurücksetzen.

Für Unternehmen gibt es zusätzlich die Möglichkeit der dokumentierten Vernichtung von Datenträgern; dazu passt unsere Aktenvernichtung.

Was aus Ihrem Altgerät wird

Die getrennte Sammlung hat einen handfesten Grund: In Elektrogeräten stecken Materialien, die sich lohnen – und solche, die niemand im Restmüll haben will.

  • Metalle. Kupfer aus Kabeln und Motoren, Aluminium aus Gehäusen, Eisen aus Rahmen und Trommeln. Das ist der wirtschaftlich interessante Teil und läuft als Altmetall weiter.
  • Kunststoffe. Gehäuseteile werden sortiert und, soweit sie sortenrein sind, als Kunststoffabfälle verwertet.
  • Schadstoffe. Kältemittel, Quecksilber in alten Leuchtmitteln, Flammschutzmittel in Gehäusen. Genau diese Stoffe sind der Grund, warum Elektrogeräte nicht in den Restmüll dürfen.

Praktisch heißt das: Je vollständiger ein Gerät ankommt, desto besser lässt es sich behandeln. Ausgeschlachtete Geräte – ohne Kabel, ohne Motor – sind für die Anlage eher ein Problem als eine Hilfe.

Kühlgeräte sind ein Sonderfall

Kühlschränke, Gefriertruhen und Klimageräte enthalten Kältemittel, die beim Transport nicht beschädigt werden dürfen. Deshalb gilt: aufrecht transportieren, nicht legen und das Kühlsystem auf der Rückseite nicht verbiegen.

Wird ein Gerät mit beschädigtem Kreislauf angeliefert, ist das nicht nur ein Umweltproblem, sondern verteuert die Behandlung erheblich. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie das Gerät stehen und sagen uns Bescheid – wir haben die passende Sicherung im Fahrzeug.

Wir fahren alle Berliner Bezirke an sowie das Brandenburger Umland – unter anderem Mitte, Neukölln, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau. Die Übersicht finden Sie unter Einsatzgebiete.

Was wir übernehmen

Abholung aus der Wohnung

Auch schwere Großgeräte, aus jeder Etage.

Getrennte Erfassung

Elektrogeräte laufen als eigene Fraktion, nie im Sperrmüll.

Hinweis zur Datenlöschung

Wir sagen Ihnen, was vor der Abgabe zu löschen ist.

Nachweis für Gewerbe

Dokumentierte Entsorgung über zugelassene Anlagen.

Häufige Fehler bei Elektroschrott

  • Geräte in den Sperrmüll legen. Elektroschrott wird getrennt erfasst. Liegt er im Sperrmüll, verteuert er im Zweifel die ganze Ladung.
  • Daten nicht gelöscht. Festplatten, Handys und Router geben persönliche Daten weiter, wenn sie nicht vorher zurückgesetzt werden.
  • Akkus im Gerät lassen. Lithium-Akkus sind eine Brandquelle. Wenn sie sich entnehmen lassen, gehören sie separat.
  • Kühlgeräte liegend transportieren. Das beschädigt den Kältekreislauf – vermeidbar und teuer.
  • Glühbirnen zu den Energiesparlampen. Klassische Glühlampen sind kein Elektroschrott, LED und Energiesparlampen schon.

Häufige Fragen zu Elektroschrott in Berlin

Für Privathaushalte ja: Auf den Recyclinghöfen können Sie bis zu 3 Kubikmeter Sperrmüll und Elektrogeräte gebührenfrei abgeben, und der Handel nimmt Altgeräte unter bestimmten Bedingungen zurück. Kosten entstehen nur, wenn Sie den Transport und das Tragen nicht selbst übernehmen wollen.
Nein. Elektroaltgeräte werden getrennt erfasst, weil sie Schadstoffe und zugleich wertvolle Rohstoffe enthalten. Landen sie in einer Sperrmüllladung, stuft die Anlage im Zweifel die gesamte Fuhre höher ein.
Alles, was personenbezogen ist: Festplatten von Rechnern und Laptops, Smartphones und Tablets auf Werkseinstellung zurücksetzen, SIM- und Speicherkarten entnehmen, Router zurücksetzen und bei Smart-TVs die Konten abmelden. Nach der Abgabe haben Sie keinen Zugriff mehr.
Ja. Gerade bei Waschmaschine, Herd oder Kühlschrank ist das der häufigste Fall – das Gerät ist schwer und steht selten im Erdgeschoss. Wir tragen heraus und nehmen es als eigene Fraktion mit.
Die gehören immer separat. Wenn sich der Akku aus dem Gerät entnehmen lässt, nehmen Sie ihn heraus. Lithium-Akkus sind eine ernstzunehmende Brandquelle – im Hausmüll haben sie nichts zu suchen.
Für Gewerbe gelten eigene Regeln. Die kostenlose Abgabe auf dem Recyclinghof ist für Privathaushalte gedacht; gewerblicher Elektroschrott läuft über einen eigenen Weg mit Nachweis. Sprechen Sie uns an, wir regeln das inklusive Dokumentation.

Elektrogeräte abholen lassen

Schwer, sperrig, vierter Stock? Wir holen es.

Sagen Sie uns, welche Geräte anfallen und in welcher Etage sie stehen. Sie bekommen einen Festpreis – kostenlos und unverbindlich.

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